Montag, 20. Oktober 2008

15.10.08: Immobilienausschuss will Stellungsnahme vom Bezirksamt einfordern

Am Mittwoch, dem 15.10.08 waren wir beim Immobilienausschuss des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg und legten die Situation des AnwohnerInnenforums im Bethanien dar.

Entgegen den von der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) gefassten Beschlüssen vom Februar 2008 und September 2006 stehen dem interkulturellen AnwohnerInnenforum derzeit keine Räumlichkeiten im Bethanien zur Verfügung. Vielmehr wurde der viel zu kleine Raum am Eingangsbereich vom Bezirksamt im August 2008 noch gekündigt.

Den anwesenden Abgeordneten aller Parteien war darüber hinaus nicht klar, dass das AnwohnerInnenforum sOfa für diesen Raum regelmäßig Miete gezahlt hatte --- hier wurden entweder Informationen bewußt verschwiegen oder nicht erfragt.

Der Ausschuss beschloss jedoch, vom Bezirksamt eine Stellungnahme einzufordern und sich neu um die Einrichtung des interkulturellen AnwohnerInnenforums im Bethanien zu bemühen.

Montag, 15. September 2008

Freitag, 19.9.- 20.20 Uhr- Pink Room

sOfatisto im Exil zeigt:
Eine Anthologie des sowjetisches Trickfilmverfahren, 1924-1987 OmeU.

Verschiedene Animationstechniken: Zeichen-, Knetmasse-, Puppen-,
... werden erklärt und gezeigt.

Zu den Themen Revolutionen, Verbrechen, Märchen, Wälder und andere mindestens
ebenso bedeutungsvolle und surrealistische Dinge.


Donnerstag, 11. September 2008

Dienstag, 2. September 2008

Nächstes Treffen am 11.9.08

Das nächste Treffen ist vorauss. am 11.9.08 ab 19:30 Uhr am Bethanien-Haupteingang. Dort wollen wir u.a. besprechen, wie wir den Druck auf die Verantwortlichen in BVV und Bezirksamt in Friedrichshain-Kreuzberg erhöhen können, um ihren Versprechungen für die Einrichtung eines interkulturellen AnwohnerInnenforums im Behtanien Taten folgen zu lassen.
Das sOfa hängt inzwischen in der Luft - weil es halt aus dem kleinen Raum gleich am Bethanien-Haupteingang rausgegangen ist am 1.9.08.

Kontakt: kfm@bethanien.info

Sonntag, 31. August 2008

Umzugsaktion des sOfas nach XBerger KünstlerInnentradition

Am Montag, dem 01.09.2008 ab 15 Uhr ziehen wir um:
Nach der Übergabe des für das selbstverwaltete interkulturelle AnwohnerInnenforum "sOfa" gemieteten Raums am Bethanien-Haupteingang werden wir nach guter Kreuzberger KünstlerInnentradition neue Räume im Bethanien suchen - was von der Bezirkspolitik ja auch unterstützt wird.
Alle Interessierten und ganz besonders alle UnterstützerInnen des sOfas sind herzlich eingeladen. Es ist für Getränke und einen kleinen Imbiss gesorgt - Mitbringsel sind aber auch sehr willkommen.

Pressemitteilung vom 29.8.08: „Kiezdödel“ aus dem Bethanien ziehen um

Pressemitteilung des Interkulturellen AnwohnerInnenforums im Bethanien „SOFA“:
Das Sofa ist tot, es lebe die Couch: „Kiezdödel“ aus dem Bethanien ziehen um

Am 01.09.2008 zieht das selbstverwaltete interkulturelle AnwohnerInnenforum "SOFA" aus dem bisher angemieteten Raum am Bethanien-Haupteingang am Mariannenplatz in Berlin-Kreuzberg aus. Der Bezirk hatte den Mietvertrag gekündigt, entgegen dem BVV-Beschluss vom Februar 2008 aber keinen Ersatzraum zur Verfügung gestellt.
Nach guter Kreuzberger Künstlertradition werden sich die AnwohnerInnen nach der offiziellen Schlüsselübergabe ***am Montag ab 15 Uhr*** einen neuen Ort für das interkulturelle AnwohnerInnenforum im Bethanien suchen. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.

Das interkulturelle AnwohnerInnenforum im Bethanien als Ergebnis des BürgerInnenbegehrens
Die Einrichtung eines interkulturellen AnwohnerInnenforums war eine der Forderungen des BürgerInnenbegehrens „Bethanien für Alle“ mit mehr als 14.000 Unterschriften, dessen Forderungen die BVV Friedrichshain-Kreuzberg im September 2006 im Wesentlichen zustimmte. Im Verlauf des Runden Tisches Bethanien zur Umsetzung jenes Beschlusses wuchs die Gruppe, der an der Entwicklung und Trägerschaft eines solchen Ortes interessierter Menschen beständig. Endlich konnte im Juli 2007 die SOFA-Gruppe gegen viel Widerstand einen kleinen Raum mit knapp 30qm direkt am Bethanien-Haupteingang mieten. Obwohl ein wesentlich größerer Raum gesucht war, fanden dort seitdem vielfältige Aktivitäten statt (siehe http://sofa-im-bethanien.blogspot.com).
Immer wieder wurde versucht, einen größeren barrierefreien Raum anzumieten, der auch einen Zugang zu Wasser und eine Küchennutzung beinhaltet, und so erst geeignete Bedingungen für ein AnwohnerInnenforum schaffen würde. Dies wurde aber von den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung abgelehnt, zuletzt mit der Begründung, die Künstlerhaus Bethanien gGmbH drohe mit Auszug, wenn die „Kiezdödel“ nicht verschwänden.

Kündigung statt Umsetzung des BVV-Beschlusses
Im Februar entschied die BVV Friedrichshain-Kreuzberg erneut über das Bethanien. Dem SOFA sollten geeignete Räume im Bethanien-Südflügel angeboten werden, nur dort sei Platz. Der nach wie vor bestehende Leerstand von rund 500 qm im EG straft diese Aussage Lügen. Ein Angebot zur Anmietung eines Teiles davon erreicht die Gruppe jedoch nicht. Stattdessen erreichte uns Ende Juli die Kündigung des derzeit angemieteten Raumes, ohne dass uns die Verantwortlichen von Seiten des Bezirksamts – d.h. Baustadträtin Jutta Kalepky – eine Alternative angeboten hätten.

Neuer Leerstand im Bethanien und die Zukunft?
Das SOFA wird am 1.September um 15 Uhr den angemieteten Raum übergeben. Dann steht das Erdgeschoss des Bethanien Vorderhauses – das „Filetstück“ des Hauses, wie die Repräsentanten es gerne nennen - wieder fast vollkommen leer, ohne dass es von irgendjemandem genutzt wird oder Mieteinnahmen erzielt werden können.
Nach der Übergabe werden wir als Kreuzberger AnwohnerInnen am Montag gleich mal schauen, wo wir einen geeigneten Platz für das AnwohnerInnenforum finden können – der uns ja von allen Seiten auch zugestanden wird. Dazu laden wir alle Interessierten herzlich ein. Natürlich ist für Getränke und einen kleinen Imbiss gesorgt.

Pressekontakt: 0173 - 7795 090

Brief vom 29.8.08 an die Verwaltung und Politik "Ihr Schreiben vom 28.07.08 - Räumung Raum E40 Bethanien Hauptgebäude"

Dies sind die Zeilen vom 29.8.08 an die Hausverwaltung und an die Verantwortlichen im Bezirksamt zur Übergabe des Raumes am Bethanien-Haupteingang:

Sehr geehrte Frau Kalepky, Frau Schülke-Trümper, Frau Wegner,

in Bezug auf Ihre Entscheidung, den Raum der Gruppe „sOfa“ ersatzlos zu räumen, nehmen wir wie folgt Stellung.

Wir bedauern Ihren Entschluss, dem Versuch von AnwohnerInnen, einen selbstverwalteten Ort der Begegnung, der politischen Partizipation und der kulturellen Teilhabe zu schaffen, ein restriktives Ende zu bereiten, erkennen jedoch andererseits, dass es offenbar nicht anders geht, als diesen 27 m² kleinen Raum zu räumen, wenn das Wohl und Weh des gesamten Hauses daran hängt. Wie Ihnen sicherlich aufgefallen ist, haben wir bereits vor einiger Zeit den „Zankapfel“ Büchertisch entfernt, als Zeichen unseres guten Willens bei vereinbarten Verabredungen (Treffen zum Zustand der Eingangshalle) zu bleiben und um der weiteren Entwicklung des Hauses nicht im Wege zu stehen.

Wir haben durchaus Verständnis dafür, dass sich insbesondere Frau Kalepky durch ihre Funktion als Baustadträtin derzeit unter Druck sieht, zügig den BVV Beschluss umzusetzen, der ja beinhaltet, dass das „sOfa“ aus dem Mittelbau entfernt wird. Allerdings handelt es sich, wie Vertreter aller Fraktionen im Laufe des RTB nicht müde wurden zu betonen, um einen Beschluss mit empfehlendem Charakter. Schleierhaft ist uns auch, warum der Rauswurf dieser Miete zahlenden, kleinen Einrichtung vorrangig behandelt werden muss, derweil andere Mieter den Bezirk noch hinhalten und um niedrigere Mietangebote feilschen.

Insgesamt, und dies habe ich Herrn Ruhnke auch mündlich bereits mitgeteilt, haben sich die beteiligten Gruppen und Einzelpersonen entschieden, das „sOfa“ in seiner aktuellen Gestalt aufzulösen. Nicht, weil es im Laufe der Monate schlecht ankam bei den AnwohnerInnen, nicht, weil wir es uns nicht mehr leisten können, sondern weil es an einem anderen Ort schlicht seinen Sinn verliert. Bei der Befragung von Menschen aus der Nachbarschaft des Bethanien wurde in Ideenwerkstätten der IZB, aber auch in vom Bezirk veranstalteten Beteiligungsverfahren häufig von dem Wunsch gesprochen, das Haupthaus in einen Ort zu verwandeln, der „Schnittstelle zwischen Kunst und Leben“ ist, es sollte eine Einrichtung her, die ein „Scharnier zwischen Kiez und Haus“ bildet. Die Menschen, die ein Anwohnerforum entwickeln wollten, und dabei nicht gerade begrüßt geschweige denn von Ihnen unterstützt wurden, haben versucht, einen Anfang für solch einen Ort zu machen, aber einem Scharnier fehlt jeder Zweck, wenn keine Tür vorhanden ist.

Wir haben durchaus verstanden, dass Sie das „sOfa“ gerne im Südflügel sehen würden, verzichten aber dankend darauf, weil dort a) kein Platz ist, b) die AnwohnerInnen im Kiez, die ohnehin schwer aus ihren vier Wänden zu locken sind, dort noch schwerer hinkommen, c) unsere RollifahrerInnen die Treppen nicht hochkommen und d) der Südflügel abgetrennt ist vom Rest des Hauses und so eben die Tür fehlt.

Zugleich weisen wir aber darauf hin, dass wir als AnwohnerInnen weiterhin auf die Einrichtung eines interkulturellen Begegnungsortes bestehen. Wir erinnern Sie daran, dass bisher noch in keiner Weise ein Vorschlag durch das Bezirksamt gemacht wurde, wie solch ein Ort im Haupthaus organisiert, mitgestaltet und verortet werden kann. Einer der wesentlichen Punkte, der viele der knapp 14.000 Menschen dazu bewegte, das Bürgerbegehren zur Zukunft des Bethanien zu unterzeichnen, war die Errichtung einer öffentlichen Einrichtung, durch die der Bezirk dafür sorgt, dass „allen Einwohnern die Teilhabe an Bildung, Kunst, Kultur und Gesundheitsvorsorge garantiert wird.“ Ferner sollte die Möglichkeit an der Mitgestaltung des Bethanien-
Hauptgebäudes über diesen öffentlichen Raum gegeben sein. Auch wenn Ihnen das sOfa nicht gefallen hat, einen Ort der Begegnung haben Sie bisher noch nicht eingerichtet.

Wir hoffen auf Ihr Verständnis, dass die Herausgabe des Raumes sich bisher verzögert hat – ein Schaden ist ja nicht entstanden, denn die Miete haben Sie erhalten und wir denken nun nicht, dass ein neuer Mieter sich die Beine in den Bauch steht, um sich gerade diese Besenkammer unter den Nagel zu reißen.

Wir bitten Sie, uns einen Termin für die Übergabe des Raumes E40 mitzuteilen. Der Raum wird von uns zum Ende August geräumt. Da der 31. August auf einen Sonntag fällt, schlagen wir für die Schlüsselübergabe Montag, den 1. September vor - 15 Uhr würde gut passen.

Mit freundlichen Grüßen,
für das sOfa
S. K.